

Der Wandel von menschgesteuerten zu agentengesteuerten Aktionen im Internet beschleunigt sich. Agenten durchsuchen bereits das Web, greifen auf APIs zu, schließen Käufe ab und führen mehrstufige Arbeitsabläufe im Namen der Personen aus, die sie einsetzen. Das Internet wird entsprechend dieser Realität umstrukturiert, und die Unternehmen, die die Infrastruktur dafür aufbauen, sind schnell.
Die Vertrauensebene kann nicht mithalten. Die Systeme, mit denen Agenten arbeiten, wurden für Menschen und nicht für die KI entwickelt. Für die Registrierung bei einem Dienst ist ein Konto erforderlich. Für den Zugriff auf eine API braucht es Anmeldedaten. Für einen Kauf wird eine Zahlungsmethode benötigt, die mit einer Person verknüpft ist. Und wenn es ein Problem gibt, gibt es keinen zuverlässigen Weg, zu beweisen, dass ein Mensch die vom Agenten durchgeführte Aktion genehmigt hat. Das fehlende Grundelement ist ein Proof of Human: eine Möglichkeit, jeden Dienst kryptografisch und ohne Erhebung von persönlichen Daten verifizieren zu lassen, dass ein echter, unverwechselbarer Mensch hinter einem Agenten und dessen Aktionen steht.
World bringt drei neue Funktionen, die den Proof of Human mit AgentKit auf agentische Arbeitsabläufe ausweiten: Agentendelegation, Human in the Loop und agentischen Handel. Gemeinsam geben sie Entwicklern die Bausteine, um Agenten zu bauen, die die Proof of Human mitführen, verifizierbare menschliche Genehmigungen für sensible Aktionen anfordern und im Namen verifizierter Menschen Transaktionen durchführen können – so wird eine neue Art einer Vertrauensebene etabliert.
Human in the Loop von World mit verifizierbarer Intention gestützt von Vercel

Mit der Verwaltung risikobehafteter Aufgaben durch Agenten erfordern kritische Arbeitsabläufe eine verifizierbare menschliche Intention. Im Zahlungsverkehr entwickeln Kartennetzwerke und Zahlungsprotokolle kryptografische Nachweise dafür, dass ein Kontoinhaber eine Transaktion autorisiert hat. Aber nicht bei jeder folgenreichen Agentenaktion handelt es sich um einen Kauf. Sie umfassen auch den Zugriff auf sensible Daten, das Unterzeichnen von Verträgen, die Änderung von Infrastrukturen und die Freigabe von Deployments. Nicht in jedem Kontext steht ein Zahlungsnetzwerk als Vertrauensanker zur Verfügung. Was fehlte, war ein universelles Grundelement als Beweis der Genehmigung einer bestimmten Aktion durch einen echten Menschen und das über alle Arbeitsabläufe und Plattformen interoperabel ist.
Das Muster ist bekannt: Ein Agent tätigt einen großen Kauf und der Nutzer bestreitet ihn; der Händler trägt die Rückbuchung. Ein Agent ändert um 3 Uhr morgens die Produktionsinfrastruktur und legt einen Dienst lahm; niemand kann sagen, ob ein Ingenieur die Änderung genehmigt hat. In beiden Fällen hat ein Agent gehandelt, etwas ist schiefgelaufen und es gibt keinen Nachweis, dass ein Mensch im Prozess involviert war.
Human in the Loop von World, gestützt durch World ID, nimmt sich dieser Herausforderung an. Damit kann jeder agentische Workflow einen kryptografischen Zero-Knowledge-Nachweis anfordern, mit dem sich jederzeit unabhängig überprüfen lässt, dass ein unverwechselbarer, echter Mensch eine bestimmte Aktion autorisiert hat. Da es sich um einen Zero-Knowledge-Nachweis handelt, bekommen Dienste eine Verifizierung mit großer Genauigkeit und ohne Abstriche: keine zu speichernden personenbezogenen Daten, keine Verantwortung und Haftung bezüglich solcher personebezogenen Daten und kein Risiko von Datenlecks.
World arbeitet mit Vercel zusammen, um Human in the Loop für Entwickler bereitzustellen, die auf dem neuen Open-Source-Workflow SDK von Vercel aufbauen. Entwickler können jeden Workflow oder Agenten um einen Schritt ergänzen, der eine menschliche Verifizierung erfordert, und jede Verifizierung ist innerhalb jeder Workflow-Ausführung für vollständige Nachvollziehbarkeit einsehbar. Das Ergebnis ist ein nachweisbarer Beleg, dass ein Mensch im entscheidenden Moment involviert war. Diese Funktion ist ab sofort verfügbar und kann über npm installiert werden.

Sicherer Proof of Human mit Human Principal von Okta
Entwicklerprodukte mit kostenlosen Angeboten und Social-Media-Plattformen sind anfällig für Zweckentfremdungen. Durch die KI gestaltet sich der unsachgemäße Einsatz und Betrug in großem Umfang leichter denn je. Da Agenten weiter an Bedeutung gewinnen, ist mit einer Verschärfung dieser Probleme zu rechnen. Ohne eine Möglichkeit, den Menschen hinter den Agenten eindeutig zu identifizieren, bleiben als Alternativen starke Begrenzungen der Raten oder produktbezogene, aufwändige KYC-Prozesse – beide sind mit zusätzlichem Aufwand verbunden, können Datenschutzrisiken hervorrufen und untergraben den Wert automatisierter agentischer Workflows.
Mit World ID kann ein verifizierter Mensch seinen Proof of Human an einen Agenten delegieren, sodass dieser in dessen Namen handeln kann. Dienste, die Anfragen von diesem Agenten erhalten, können verifizieren, dass ein echter, unverwechselbarer Mensch dahintersteht, ohne persönliche Daten zu erheben.
Okta plant ein neues Produkt: Human Principal. Human Principal wird es API-Entwicklern ermöglichen, zu verifizieren, ob ein Mensch hinter einem Agenten und seinen Aktionen steht, und Richtlinien entsprechend durchzusetzen. Menschen werden sich über verschiedene Verifizierungsmethoden verifizieren können und einen gerätegebundenen kryptografischen Nachweis erhalten, der über verschiedene Produkte hinweg gültig ist, ohne dass umständliche Wiederverifizierungen nötig werden. World ID ist als einer der ersten Integrationspartner von Human Principal vorgesehen und soll Human Principal eine datenschutzfreundliche, nutzerfreundliche und allgegenwärtige Verifizierungsmethode mit einem Proof of Human bieten.*

In der Kombination ermöglichen World ID und Human Principal Funktionen wie begrenzte Raten pro Mensch für Agententraffic, vor unsachgemäßem Einsatz geschützte Gratisangebote und einen reibungsloseren Onboarding-Prozess für Agenten, die auf Dienste im Namen ihres Human Principal zugreifen müssen. Die Warteliste für die Teilnahme an der kommenden Human Principal Beta ist jetzt unter humanprincipal.ai verfügbar.
Browserbase und Exa integrieren Proof of Human für die Agentendelegation
Da Enterprise-Discovery und -Adoption sich auf agentengesteuertes Wachstum verlagern, bei dem KI-Agenten im Auftrag von Käufern beurteilen, vergleichen und Transaktionen durchführen, stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Sie müssen Agenten großzügige Gratisangebote und einen reibungslosen Zugang bieten, um relevant zu bleiben, doch eben diese Offenheit vergrößert die Angriffsfläche für einen unsachgemäßen Gebrauch. Die World ID hilft Unternehmen zwischen verifizierten, menschgestützten Agenten und nicht verifiziertem Traffic zu unterscheiden, sodass großzügiger Zugriff ohne Risiko gewährleistet werden kann. Wir freuen uns, dies heute gemeinsam mit zwei führenden KI-Unternehmen anzugehen.
Browserbase, eine Plattform für Agenten zur Web-Automatisierung, hat ebenfalls eine Agentendelegation integriert. Wenn ein Agent mit Browserbase über eine World ID verfügt, genießt er die Vorteile verifizierten Traffics, was Sperrungen und Probleme beim Surfen im Web reduziert. Ohne sie begegnet der Agent den üblichen Anti-Bot-Schutzmechanismen. Die Integration ist für Entwickler verfügbar.
Exa entwickelt KI-native Suche und bietet Agenten, die über AgentKit verifiziert sind, monatlich 100 kostenlose API-Anfragen. Über verifizierte, durch die World ID gestützte Agenten können Entwickler mit den Such- und Content-Endpunkten von Exa ohne Vorabzahlung experimentieren und werden trotzdem vor unsachgemäßem Gebrauch geschützt. Ist das Kontingent erschöpft, greift der Agent auf Standardzahlungen per x402 zurück. Die Integration ist jetzt für Entwickler verfügbar.
Agentischer Handel mit Proof of Human: ein Mensch, ein Agent, eine Zuweisung
Im Handel sind die Risiken unverifizierter Agentenaktivität besonders offensichtlich. Blitzverkäufe bei begrenztem Bestand, exklusive Produktveröffentlichungen, Angebotspreise: das sind wertvolle Momente, die von böswilligen Akteuren bereits durch Bots ausgenutzt werden. Händler möchten KI-Agenten, die im Namen echter Menschen handeln, bedienen, stehen aber nun vor der Herausforderung, legitimen Agententraffic von unerwünschtem Verhalten zu unterscheiden.
Mit AgentKit können Käufer nun ihre World ID an einen Agenten delegieren (Agentendelegation), sodass dieser Produkte online suchen, Gutscheine einlösen und den Kaufprozess erleichtern kann – während Human in the Loop sicherstellt, dass der Agent ohne explizite menschliche Zustimmung keine Käufe über einem festgelegten Schwellbetrag tätigen kann. Dies ermöglicht es Händlern, mit World ID eine Bestätigung von einem Menschen pro Zuweisung zu erhalten, die Anzahl der Einheiten pro Käufer zu beschränken und ein Vertrauen aufzubauen, dass der Agententraffic tatsächlich von echten Menschen stammt. Die Agentendelegation und Human in the Loop sind darauf ausgelegt, legitime Käufer zu priorisieren, mehr Umsatz zu generieren und Betrug zu verhindern.
Eine World-Demo hat gezeigt, wie die World ID ein vollständig agentisches Einkaufserlebnis ermöglicht, wenn sie mit dem Universal Commerce Protocol (UCP), dem offenen Standard für agentischen Handel, eingesetzt wird, der gemeinsam von Shopify und Google entwickelt wurde. Bei der Demo wurde hervorgehoben, wie Shopify-Händler verifizieren können, dass ein Kauf von einem einzigartigen, verifizierten Menschen getätigt wurde. Eine Person, ein Agent, eine Zuweisung.
Interessierte Entwickler können die Funktion für den agentischen Handel hier testen: https://github.com/worldcoin/agentkit-shopify-demo.
Entwickeln für Agenten mit World ID
Agentendelegation, Human in the Loop und agentischer Handel stehen Entwicklern über AgentKit zur Verfügung: https://docs.world.org/agents/agent-kit/integrate
Der Wandel von menschgesteuerter zu agentengesteuerter Interaktion beschleunigt sich. Die Frage ist, ob die Vertrauensinfrastruktur mithalten kann. World ID liefert das Fundament: den entscheidenden Nachweis, dass hinter jedem Agenten, jeder Aktion und jeder Transaktion ein echter Mensch steht.
*Alle Erwähnungen zukünftiger Produkte, Funktionen, Features oder Zertifizierungen in diesem Blog dienen ausschließlich Informationszwecken. Diese Punkte stellen keine Zusagen zur Bereitstellung dar und sollten nicht als Grundlage für Kaufentscheidungen verwendet werden.
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