Social Tokens sind Kryptowährungen, die von Kreativen ausgegeben werden, um ihre Inhalte zu monetarisieren. Oft stehen diese Token mit Künstlern, Musikern und Social-Media-Influencern in Verbindung, aber sie sind nicht nur für prominente Persönlichkeiten. Jede Person oder Marke kann Social Tokens nutzen, um ein Web3-Ökosystem aufzubauen.
Zusätzlich zur Stärkung der Online-Fangemeinde bieten diese Kryptowährungen den Herausgebern eine neue Umsatzquelle. Da Social Tokens auf dezentralen Blockchains existieren, können Kreative einfacher Geld beschaffen und dauerhafte Lizenzgebühren festlegen. Social Tokens bieten außerdem einen Weg, Fans Vorteile und Treueboni bereitzustellen.
Das Ziel von Social Tokens ist, dass sowohl die Content-Ersteller als auch deren Fans profitieren, wenn es dem Ersteller gut geht.
Social Tokens existieren auf Smart Contract-Blockchains wie Ethereum, Polygon oder Solana. Bevor ein Ersteller einen Social Token einführt, bewirbt er ihn typischerweise bei seinen Fans. Sobald der Token auf dem Markt ist, kann ihn jeder an zentralisierten (CEXs) oder dezentralen Krypto-Börsen (DEXs) kaufen.
Käufer von Social Tokens können diese in einer kompatiblen Krypto-Wallet aufbewahren und nutzen, um Zugang zu speziellen, community-orientierten Diensten zu erhalten. Manche Social Tokens ermöglichen es Inhabern beispielsweise, privaten Chatgruppen beizutreten oder exklusive Merchandise-Artikel zu erwerben. Social Tokens können außerdem als sogenannte „Governance Tokens“ fungieren, sodass Community-Mitglieder über Projekte und Änderungen abstimmen können. Zwar hat jeder Social Token einzigartige Anwendungsfälle, die meisten bieten aber ihren Inhabern exklusive Privilegien.
Social Tokens haben zudem einen transparenten Marktwert. Anders gesagt: Menschen können ihre Social Tokens problemlos gegen eine bestimmte Menge Fiat oder andere Krypto an einer Börse tauschen. Im Gegensatz zu NFTs lässt sich der Wert eines Social Tokens am Krypto-Spotmarkt leicht nachvollziehen.
Obwohl Social Tokens ein neues Phänomen sind, haben Herausgeber bereits drei Hauptkategorien der Nutzung entwickelt:
Da NFTs bei vielen Marken und Prominenten beliebt sind, werden sie manchmal mit Social Tokens verwechselt. Auch wenn NFTs und Social Tokens viele Ähnlichkeiten teilen, gibt es wesentliche Unterschiede zwischen diesen digitalen Assets.
Am wichtigsten ist, dass NFTs nicht 1:1 auf dem Krypto-Markt gehandelt werden. Da jeder NFT eine eindeutige Blockchain-Adresse hat, gelten sie als „virtuelle Sammlerstücke“ statt als digitale Währung. Der Wechselkurs für einen NFT ist nicht so eindeutig wie bei einem fungiblen Social Token.
Außerdem können NFTs jede Form digitaler Medien repräsentieren. Auch wenn animierte JPEGs die beliebtesten NFTs sind, können diese Token Millionen verschiedene Arten digitaler Dateien abbilden (wie Sportclips, Musik oder Metaverse-Land). Im Gegensatz dazu ist ein Social Token immer eine virtuelle Währung mit einem klar definierten Wechselkurs.
Social Tokens bieten Unternehmen und Einzelpersonen eine neue Möglichkeit, Einnahmen zu erzielen und Unterstützer einzubinden. Auch wenn diese Technologie noch experimentell ist, sind viele Menschen von den Vorteilen der Social Tokens begeistert. Dazu zählen:
Wie viele Kryptowährungen ist auch die rechtliche Lage von Social Tokens unklar. Es gibt Bedenken, dass manche Social Tokens eher Aktien eines Unternehmens als dezentrale Kryptowährungen ähneln. In diesem Fall könnten Organisationen wie die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) den Verkauf von Social Tokens regulieren – ähnlich wie Security Tokens.
Es ist außerdem unklar, wie rechtlich bindend die in manchen Social Tokens versprochenen „Eigentumsrechte“ sind. Da Krypto-Urheberrecht sehr neu ist, gibt es kaum Präzedenzfälle dazu, wie viel ein Token-Inhaber tatsächlich an einer Marke oder an einem Projekt „besitzt“.
Zudem können Social Tokens ein beliebtes Ziel für Krypto-Betrüger sein. Herausgeber mit schlechten Absichten könnten betrügerische oder irreführende Social Tokens erstellen, die mit einer bekannten Marke verbunden sind. Beispielsweise brachte eine Hackergruppe 2021 einen Fan-Token mit dem Namen der beliebten Serie „Squid Game“ heraus. Tatsächlich war die SQUID-Kryptowährung aber ein Betrugs-Token ohne offizielle Verbindung zur Netflix-Serie. Schätzungen zufolge haben die SQUID-Hacker 3,3 Millionen US-Dollar von Investoren gestohlen. Im Anschluss an den SQUID-Betrug argumentierten Kritiker, dass Social Tokens mehr Transparenz und regulatorische Kontrolle benötigen.
Social Tokens sind zwar noch relativ neu, aber es gibt schon eine wachsende Anzahl von Projekten, die in der Web3-Branche für Aufsehen sorgen. Hier ein paar Beispiele:
Community-gesteuerte Social Tokens schaffen neue Umsatzquellen und bieten Fans spannende Vorteile und Möglichkeiten. Von exklusiven Merchandise-Artikeln und VIP-Chatrooms bis zu rabattierten Tickets und Early-Access-Promos: Social Tokens beeinflussen, wie Herausgeber ihre Reichweite im Web3 ausbauen.
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